Einschränkungen Praxisbetrieb bei krankheitsbedingtem Personalausfall

In der ersten Hälfte des Novembers kommt es aufgrund von krankheitsbedingtem Personalausfall zu Einschränkungen im Praxisbetrieb.
Das bedeutet für Sie als Patient:
– dass einzelne Sprechstunden gekürzt werden müssen, die Annahmezeiten für Akutpatienten entsprechend ebenfalls kürzer sind!
– dass es leider zu längeren Wartezeiten an der Anmeldung und beim Labor kommt.
– dass wir leider nicht alle Termine so einhalten können, wie es geplant ist. Wir versuchen in jedem Fall adäquate Ausweichtermine anzubieten.

Sie als Patient können uns helfen. Wir geben uns größte Mühe, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Bitte haben Sie Verständnis für die aktuellen Einschränkungen. Niemand kann etwas dafür, wenn er krank wird oder wenn die Kolleginnen krankheitsbedingt ausfallen. Durch eine gute Vorbereitung Ihres Besuchs bei uns, helfen Sie den Schwestern, die Wartezeiten im Rahmen zu halten. Machen Sie mit und seien Sie unsere Unterstützung!
– Wenn Sie Infektsymptome haben, bringen Sie bitte Ihren tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest mit (Testkassette oder Ergebnis Teststelle). Bei positivem Schnelltest bitte nur per Telefon oder Email melden (wir rufen mittags die Emails ab, BITTE AKTUELLE TELEFONNUMMER ANGEBEN!)
– Denken Sie an Chipkarte, Medikamentenplan und Impfausweis.
– Schreiben Sie einen „Einkaufszettel“ für die benötigten Medikamente und Überweisungen.
– Wenn es sich einrichten lässt, geben Sie nach dem Einlesen der Chipkarte Ihre Bestellliste bei uns ab und holen die Rezepte/Überweisungen am Folgetag (alternativ können wir die Rezepte in der Sonnenapotheke im Ärztehaus abgeben am Abend und Sie holen dort am nächsten Tag Ihre Medikamente ab)
– Nutzen Sie die Möglichkeit einer Email-Vorbestellung und bringen zur Abholung ein oder zwei Tage später Ihre Chipkarte mit.
– Wir bitten die Pflegedienste ausdrücklich darum, die Anforderungen 1-2 Tage vorher bei uns abzugeben / per Fax oder Email zu senden!

Sollten die Schwestern einmal nicht ans Telefon gehen können, können Sie sich auch per Email für Terminabsagen, Rezeptbestellungen oder bei positivem Schnelltest melden.

Aktion „Keine Leistungskürzungen“

Wir unterstützen die bundesweite Aktion „Keine Leistungskürzungen“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und sprechen uns gegen Leistungskürzungen für Arztpraxen und für einen Ausgleich der Kostensteigerungen aus!

Während die Politik sich seit Jahren umfänglich um die finanziellen und personellen Sorgen der Kliniken kümmert, Ausgleichszahlungen bereitstellt, Bonuszahlungen finanziert und durch die finanzielle Besserstellung der Kliniken das Abwerben von Personal aus dem ambulanten Sektor unterstützt, wurde der ambulante Sektor in vielen Bereichen vernachlässigt. Hausarztpraxen betreuen über 90% der Covid19-Patienten, inzwischen auch die meisten Long-Covid-Patienten und bekommen trotz wieder eingeführter Telefonischer Krankschreibung inzwischen nicht einmal mehr die zusätzlichen Telefonkosten dafür erstattet. Hausarztpraxen haben mehr als die Hälfte aller Coronaimpfungen durchgeführt und das zusätzlich zu den Belastungen durch die Behandlung der Covid19-Patienten und dem „normalen“ Praxisalltag. Die Mitarbeiter aller Praxen haben in den letzten 1,5 Jahren ein überaus hohes Engagement in der Patientenbetreuung gezeigt. Trotzdem verweigern Entscheidungsträger die gleiche Finanzierung von Coronabonus-Zahlungen wie sie in Kliniken oder Pflegeheimen üblich ist – eine Herabwürdigung der außergewöhnlichen Leistungen in den Hausarztpraxen in diesem Land. Es lässt den Eindruck entstehen, dass eine Mitarbeiterin in einer Hausarztpraxis weniger wert sei, als jemand in einer Klinik oder einem Pflegeheim. Wir sprechen uns gegen diese Ungleichbehandlung aus und fordern die politischen Entscheidungsträger auf, diesen Missstand zu beseitigen!
Zusätzlich erleben wir tagtäglich, wie halbfertige Pläne für die Digitalisierung in der Medizin unseren Praxisalltag erschweren. Die angekündigte volle Kostenneutralität wird seit Jahren nicht eingehalten. Jede Praxis hat Mehrausgaben durch die Umstellung auf neue Technik und Software, die durch die Fördermittel nicht finanziert werden, weil diese nicht den tatsächlichen Kosten entsprechen.
Bisher haben wir zudem keinen finanziellen Ausgleich für die gestiegenen Kosten seit Beginn der Corona-Pandemie für zusätzliche Hygienemaßnahmen und Verbrauchsmaterialien wie Spritzen, Desinfektionsmittel oder Papier erhalten.
Durch die angekündigten Sparmaßnahmen mit den Streichungen / Änderungen zum TVSG und GKV-Finanzstabilisierungsgesetz sind Kürzungen in den Leistungen für Patienten zu befürchten. Es droht zudem eine Unterfinanzierung der Praxen bei fehlendem Inflationsausgleich seit zwei Jahren und erst recht aufgrund der massiv gestiegenen Energiepreise. Wir wollen für Sie da sein und Sie versorgen – wenn man uns lässt und dafür sorgt, dass das ambulante Versorgungssystem nicht ausblutet und kollabiert. In Großbritannien sind Wartezeiten auf einen Vorsorgetermin beim Zahnarzt von knapp 5 Jahren üblich. Wir hoffen, dass wir nicht irgendwann auch an diesem Punkt ankommen. Unterstützen Sie daher die Forderungen Ihrer Arztpraxen, der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Ärzteverbände. Wir nutzen unsere Internetseite, um unseren Verbänden Unterstützung zu geben und auf die Probleme aufmerksam zu machen.

Hinweis

Wir möchten klarstellen, dass wir mit den Vorgängen in der Hausarztpraxis in Lütten-Klein, in der Frau Dr. Oldörp bis zum 31.12.2020 angestellt war, in keiner Weise zu tun haben und keinen Einfluss auf die Entscheidung der Geschäftsführung zum Schließen der Hausarztpraxis des betreffenden Unternehmens haben. Wir sind keine Zweigstelle des Unternehmens. Es besteht in keiner Weise ein Anspruch darauf, dass wir die Patienten für die weitere Behandlung übernehmen. Hierzu besteht unsererseits auch keine Möglichkeit, da wir bereits an unserer Kapazitätsgrenze angekommen sind. Wir bedauern, dass wir diese Patienten auf das Hausarztverzeichnis der KV MV unter www.KVMV.de verweisen müssen.

Grippeimpfung ab Oktober möglich

Aufgrund von etwas längeren Lieferzeiten in diesem Jahr beginnen wir mit den Grippeimpfungen ab 4.10.22.

Patienten, die im Oktober und November einen geplanten Gesprächstermin bei uns haben, können die Impfung bei ihrem Termin erhalten. Für alle anderen bieten wir Termine für die Grippeimpfung an. Die Termine am Nachmittag sind ausschließlich für Berufstätige reserviert.

Bitte denken Sie an Ihren Impfausweis, wenn Sie zu uns kommen.

Maskenpflicht in der Arztpraxis

Da uns wiederholt von Patienten berichtet wurde, dass sie einige Tage nach einem Besuch von Arztpraxen oder Ärztehäusern an Covid19 erkrankt sind, möchten wir darauf hinweisen, dass in der Praxis einschließlich Wartebereich und Flure sowie im gesamten Ärztehaus Evershagen Maskenpflicht gilt. Wir wissen nicht, wer von den Besuchern des Ärztehauses mit Covid19 infiziert sein könnte. Genauso wenig wissen wir, welche Aerosolpartikel von Ihnen eingeatmet werden und Viren enthalten. Ihr Schutz ist daher nur die medizinische Maske oder besser FFP2-Maske.

Maske vergessen? – Die Apotheke im Ärztehaus hat FFP2-Masken vorrätig.

Hinweise für Infekt-Patienten

Wir bitten alle Patienten mit Infektsymptomen oder unklaren Symptomen einen Corona-Schnelltest machen zu lassen und uns das tagesaktuelle NEGATIVE Testergebnis mitzubringen / Alternative: Tagesaktuellen Test(Kassette) mit NEGATIVEM Ergebnis mitbringen.

Bei einem POSITIVEN Befund melden Sie sich bitte TELEFONISCH von zuhause und besprechen das weitere Vorgehen per Telefon mit uns. Die Telefonische Krankschreibung für Atemwegsinfekte ist wieder befristet möglich. Wir bitten dennoch darum, dass ein Angehöriger / Vertrauensperson mit der Chipkarte in unsere Praxis kommen kann, wir können dann umgehend dieser bevollmächtigten Person auch Rezepte / Krankschreibung mitgeben.

Die Freitestung am Ende der Quarantäne kann derzeit erst nach 5 Tagen erfolgen und setzt voraus, dass Sie komplett beschwerdefrei sind. Kurieren Sie sich vernünftig aus, um Folgen wie Long-Covid zu vermeiden.